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Der Einsatz von Test-Variablen ermöglicht die Gestaltung adaptiver Tests sowie zusammenhängender Themenkomplexe.

Konkret sind folgende Szenarien umsetzbar:

  • Zusammengehörige Aufgabenkomplexe sind durch gemeinsame, globale Variablen (Test-Variablen) parametrisierbar. Durch die Zufallswerte können in jedem Testversuch und für jeden Teilnehmer andere Werte innerhalb der Aufgabenstellung genutzt werden.
  • Lernerantworten, Bearbeitungserfolg, identifizierte „typische“ oder systematische Fehler des Lernenden sind für nachfolgende Aufgaben speicherbar und können dort berücksichtigt werden.
  • Detailliertere Informationen zum Bearbeitungserfolg der einzelnen Aufgaben lassen sich während des Testverlaufs generieren und als Grundlage für eine individuelle Gesamtauswertung (Testfeedback) sammeln.
  • Teilnehmer können zu Beginn selbst Einstellungen (zu Schwierigkeitsgrad, Schwerpunktsetzung o.ä.) vornehmen, die in globalen Variablen gespeichert werden und die nachfolgenden Aufgaben beeinflussen.

Zur Umsetzung werden gleich zu den Aufgaben-Variablen zwei verschiedene Typen von Variablen im gleichnamigen Tab angeboten:

  • Vor Anzeige verarbeitete Variablen
    Die Pre-Variablen werden vor Anzeige aller Aufgaben des Tests belegt. Die zufällig generierten Werte können mit Aufgabenvariablen verknüpft und somit in allen Testinhalten verwendet werden.
  • Nach Abgabe verarbeitete Variablen
    Die Post-Variablen werden nach Beantwortung, Abgabe und automatischer Bewertung der Einzelaufgaben belegt und ermöglichen somit Zugriff auf antwortspezifische Werte wie die Lernerantwort oder Punkteinformationen. Die generierten Werte können für Folgeaufgaben verwendet werden.

 

Vor Anzeige verarbeitete Variablen

Definieren Sie hier Testvariablen, welche vor Anzeige aller Aufgaben ermittelt werden (kurz: Pre-Variablen). Um diese Testvariablen in Ihren Aufgaben als Zufallsparameter zu nutzen, verknüpfen Sie diese mit Aufgabenvariablen. Der Wert wird vor der ersten Anzeige der Aufgabe übergeben. Beachten Sie, dass alle Variablensetzungen in der Aufgabe den durch die Verknüpfung initiierten Wert überschreiben.

Beispieltest "Transport" - Einsatz von Zufallswerten in zusammengehörigen Aufgaben

Testvariablen ermöglichen u.a. die Nutzung von einmal ermittelten Zufallswerten in verschiedenen Aufgaben. Dies unterstützt zusammengehörige Aufgabenkomplexe zu parametrisieren.

Folgend wird das Beispiel "Transport" um eine zweite Folgeaufgabe ergänzt. Beide Aufgaben sollen dieselben Zufallswerte (Fahrzeugtyp, Geschwindigkeit) nutzen, welche daher als Testvariablen definiert und mit gleichnamigen Aufgabenvariablen verknüpft werden. In der ersten Aufgabe wird der zurückgelegte Weg des Fahrzeugs auf Grundlage der Geschwindigkeit und einer in der Aufgabe definierten Zeit berechnet. In der zweiten Aufgabe wird ein zusätzliches Fahrzeug vom gleichen Fahrzeugtyp und mit langsamerer Geschwindigkeit definiert. Der Teilnehmer soll berechnen wann die Fahrzeuge sich überholen.

 

In beiden Aufgaben sollen dieselben Zufallswerte zum Fahrzeugtyp (transport) und zur Geschwindigkeit genutzt werden. Die Geschwindigkeit ist abhängig vom Fahrzeugtyp. Diese Zufallswerte werden als Test-Variablen definiert.

Im Beispiel wird auf Testebene die Text-Variable {transport} zufällig mit einem der Werte "bike", "bus", "car" oder "train" initialisiert. Die Numerische Variable {speed} soll aus einem Wertebereich zufällig gesetzt werden. Dabei wird der Wertebereich für die Geschwindigkeit {speed} durch eine entsprechende Bedingung, in Abhängigkeit vom gewählten Fahrzeug {transport} gesetzt.

 

Um die Test-Zufallswerte in den Einzelaufgaben zu nutzen, müssen in den Einzelaufgaben ebenfalls Variablen angelegt und die Werte miteinander verknüpft werden.

Im Beispiel werden zwei Aufgaben vom Typ Berechnung (Lückentext) angelegt. In jeder Aufgabe werden die Aufgabenvariablen {transport} und {speed} definiert. Zur Nachvollziehbarkeit werden die Aufgabenvariablen im Beispiel gleichnamig aber mit dem Zusatz item1 bzw. item2 in den Aufgaben benannt.

Für die Aufgabenvariablen erfolgt keine Wertsetzung der Variablen in der Aufgabe selbst, dies würde den verknüpften Test-Variablenwert überschreiben. Wählen Sie beim Erstellen der Aufgabenvariable im Dialog Variable bearbeiten für jede Aufgabenvariable in der Auswahlliste "Wertsetzung auf" den leeren Eintrag.

 

Die Variablen-Verknüpfung wird auf Testebene zu jeder Testvariable definiert. Bearbeiten Sie die jeweilige Variable und verknüpfen Sie diese mit den zugehörigen Aufgabenvariablen.

Im Beispiel wird die Testvariable {transport} mit den Aufgabenvariablen {transport_item1} und {transport_item2} verknüpft. Die Testvariable {speed} wird mit den Aufgabenvariablen {speed_item1} und {speed_item2} verknüpft.

Für die Aufgaben können weitere aufgabenspezifische Variablen und Bedingungen definiert werden. Die gegebenen Werte aller Aufgabenvariablen, einschließlich der durch die Verknüpfung befüllten Variablen, werden in den Aufgabentext durch Angabe des Variablen-Namens (bspw. {transport_item1}, {speed_item1}) eingebunden.

Im Beispiel wurde für die Aufgabe 1 noch eine zusätzliche aufgabenspezifische Variable {speed} angelegt, sowie die korrekte Lösung als Variable {distance} berechnet. Die Variablen werden im Aufgabentext mit entsprechender Syntax eingebunden und an die Lücke die Variable mit der korrekten Lösung {distance} gebunden. Im Aufgabenbeispiel Transport werden diese Arbeitsschritte detailliert beschrieben.

Für die Aufgabe 2 wird ebenfalls die korrekte Lösung innerhalb der Aufgabe {distance2} berechnet und die Variablen eingebunden.

 

Für den Testdurchlauf wird für jeden Teilnehmer und jeden Versuch zufällig einer der definierten Werte ausgewählt. Im Beispiel wurde als Fahrzeug ({transport}) zufällig der Wert "bus" und abhängig die Geschwindigkeit von 42 (km/h) gewählt. Diese auf Testebene berechneten Werte können nun in allen Aufgaben eingesetzt werden und damit zusammengehörige Aufgabenserien mit Zufallswerten erstellt werden.

 

 

Nach Abgabe verarbeitete Variablen

Definieren Sie Testvariablen, welche nach Abgabe jeder Einzelaufgabe neu berechnet werden (kurz: Post-Variablen). In die Werteberechnung können während der Testbearbeitung ermittelte Werte wie die Teilnehmerantwort, erreichte Punkte oder genutzte Lösungsversuche einbezogen werden. Dies ermöglicht beispielsweise Punkte- oder Fehlerzähler und aufbauend die Steuerung von nachfolgenden Aufgaben, Hinweisen oder Feedbackinhalten.

 

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